Die Sonne schenkt uns Vitamin D, Bräune, Wärme … und Photoaging. Ultraviolette Strahlung ist außerdem einer der Hauptrisikofaktoren für die Entstehung von Melanomen. Laut der Skin Cancer Foundation erkrankt in den USA etwa jede fünfte Person bis zum 70. Lebensjahr an Hautkrebs, wenn kein Sonnenschutz in Form von Kleidung, Sonnencreme fürs Gesicht mit LSF/SPF oder anderen Methoden genutzt wird.
Genau deshalb wird so oft über die Bedeutung von Sonnenschutz gesprochen. In manchen Ländern, etwa in Australien, gibt es staatliche Programme, die die Bevölkerung über die Wichtigkeit von Sonnenschutz, die richtige Anwendung von LSF/SPF und die Verfügbarkeit von Sonnenschutzprodukten für alle informieren.
In diesem Artikel geht es darum, warum täglicher Sonnenschutz eine gesunde Gewohnheit werden sollte und wie man die passende Sonnenschutz fürs Gesicht findet, die wirklich wirkt.
Was ist SPF (LSF) und wie funktioniert Sonnenschutz?
SPF (Sun Protection Factor), im Deutschen meist LSF (Lichtschutzfaktor) genannt, zeigt, wie gut ein Produkt die Haut vor UV-Strahlung schützen kann. Je höher der LSF bzw. SPF, desto länger kann die Haut der Sonne ausgesetzt sein, ohne sich zu röten oder zu verbrennen.
Neben dem LSF-Wert geben Hersteller oft auch den Schutzgrad gegen UVB und UVA an. Sonnenlicht enthält beide Strahlungsarten:
- UVB-Strahlen wirken vor allem auf die oberen Hautschichten. Sie sind für die typische Rötung nach längerem Sonnenbaden verantwortlich.
- UVA-Strahlen dringen tiefer in die Epidermis ein und wirken auf die Kollagenfasern. Ihre Gefahr liegt darin, dass sie Wolken, Glas und andere kleinere Hindernisse durchdringen können. Deshalb ist Sonnenschutz auch im Winter oder zu Hause wichtig.
Hersteller geben zudem häufig den PA-Wert (Protection Grade of UVA) an - eine Praxis, die ursprünglich aus asiatischen Ländern stammt, inzwischen aber weltweit verbreitet ist.
UVA und UVB im Unterschied
| UVA | UVB | |
|---|---|---|
| Dringt durch Fensterglas | Ja | Nein |
| Hauptwirkung | Hautalterung, Pigmentflecken, Schäden in tieferen Hautschichten | Sonnenbrand, DNA-Schäden in Zellen |
| Aktivität | Ganzjährig konstant, bei jedem Wetter | Stärker im Sommer und um die Mittagszeit |
| Wovor schützt LSF/PA | PA-Wert und Breitband-Schutz (Broad Spectrum) | LSF-Wert selbst |
Hochwertige Cremes bieten Breitband-Schutz, also Schutz sowohl vor UVA als auch vor UVB.
Mineralischer oder chemischer Sonnenschutz: Was ist der Unterschied?
Grundsätzlich funktioniert Sonnencreme wie eine Schutzschicht, die UV-Strahlen abwehrt. Diese Schicht entsteht auf zwei Arten: durch mineralische (physikalische) oder chemische Filter.
- Chemische Filter - Bestandteile, die UV-Strahlung aufnehmen und in Wärme umwandeln.
- Mineralische (physikalische) Filter - basieren auf Zinkoxid und Titandioxid. Diese Stoffe streuen UV-Strahlen und reduzieren so die negative Wirkung auf die Haut.
In der Regel kombinieren Sonnenschutzmittel chemische und physikalische Filter. Cremes, die nur eine der beiden Varianten enthalten, sind seltener.
Braucht man Sonnenschutz auch im Winter?
UVA-Strahlen sind das ganze Jahr über in der Atmosphäre vorhanden und durchdringen problemlos dichte Wolkendecken, Fensterscheiben zu Hause und mehr. Beim Spaziergang durch eine verschneite Stadt oder beim Skifahren reflektiert Schnee die UV-Strahlen zusätzlich, was die Belastung der Haut erhöht. Deshalb kann man sich sogar im Skigebiet einen Sonnenbrand oder eine Hautrötung holen.
Braucht man LSF/SPF auch zu Hause?
Das hängt von den Umständen ab. Einfach gesagt: Sonnenschutz fürs Gesicht ist notwendig, wenn tagsüber Tageslicht durch ein Fenster auf die Haut fällt. Diese Belastung ist nicht so intensiv wie bei einem sommerlichen Spaziergang an einem heißen Tag, aber mit Schutz ist man auf der sicheren Seite.
Schematisch:
- Wer viel Zeit in Räumen mit großen oder Panoramafenstern verbringt, sollte Sonnenschutzkosmetik verwenden.
- Wer am Schreibtisch am Fenster arbeitet, für den ist LSF/SPF zu Hause eine gute Idee.
- An einem Entspannungstag mit zugezogenen Vorhängen, während man auf dem Sofa vor dem Fernseher liegt, kann man auf die Creme verzichten.
Typische Fehler beim Sonnenschutz
Selbst Dermatologen, Kosmetikerinnen und besonders gesundheitsbewusste Menschen machen bei der Anwendung von Sonnenschutz fürs Gesicht manchmal Fehler:
- Sonnenschutz wird nur im Sommer oder ausschließlich am Strand aufgetragen;
- Man vergisst, nach dem Schwimmen oder einige Stunden nach dem Verlassen des Hauses erneut aufzutragen;
- Ohren (sehr häufig) und der Nacken (besonders im hinteren Bereich) werden nicht mit Sonnenschutz eingecremt;
- Es wird dekorative Kosmetik mit SPF verwendet, aber ohne eine zusätzliche Schicht professionellen Sonnenschutzes.
Laut The Skin Cancer Foundation tragen die meisten Menschen deutlich weniger Sonnenschutzmittel auf, als für den angegebenen Schutzgrad nötig wäre. Das bedeutet, dass die Haut nicht den Schutz erhält, der zur Vorbeugung UV-bedingter Hautschäden notwendig ist.
Hautalterung durch Sonne: Was ist Photoaging?
Regelmäßige Sonneneinstrahlung verursacht photoinduzierte Hautalterung. Dabei wirken UVA-Strahlen auf die mittleren und tiefen Hautschichten und schädigen die Struktur von Kollagen- und Elastinfasern. Dadurch verliert die Haut an Festigkeit und Dichte. Zu den altersbedingten Falten im Gesicht kommen also noch zusätzliche, sonnenbedingte Falten hinzu.
Interessanter Fakt: Laut The Skin Cancer Foundation reduziert die tägliche Anwendung von LSF 15+ sichtbare Zeichen der Hautalterung um etwa 24 % im Vergleich zu Menschen, die keinen regelmäßigen Sonnenschutz verwenden.
Oxidativer Stress als Alterungsfaktor
Oxidativer Stress ist einer der wichtigsten Mechanismen des Photoagings. Die Sonne wirkt intensiv auf die Haut ein, wodurch sich in den Geweben freie Radikale bilden. Diese Moleküle mit fehlendem Elektron werden zum echten Problem für Proteinmoleküle - vor allem für Kollagen, das zu ihrem Hauptziel wird.
Je länger und intensiver die UVA-Belastung, desto mehr freie Radikale entstehen. Je mehr freie Radikale, desto schneller zeigen sich Anzeichen von Hautalterung.
Melanom-Risiko
Onkologinnen und Onkologen weisen immer wieder darauf hin, täglich Sonnenschutz zu verwenden - besonders bei sonnigem Wetter, am Strand, beim Spazierengehen oder bei viel Arbeit im Freien. Der Grund: Regelmäßige UV-Belastung der Haut erhöht das Risiko, an einem Melanom - schwarzem Hautkrebs - zu erkranken. Die Skin Cancer Foundation gibt an, dass die tägliche Anwendung von LSF 15+ das Melanomrisiko um etwa 50 % und das Risiko für Plattenepithelkarzinome der Haut um etwa 40 % senkt.

Gleichzeitig warnt die American Cancer Society, dass in den USA bis Ende 2026 schätzungsweise weitere 112.000 neue Melanomfälle diagnostiziert werden könnten, sollte sich der aktuelle Trend fortsetzen.
Welche Sonnenschutz fürs Gesicht sollte man wählen - LSF 30 oder 50?
Das Erste, worauf man bei der Wahl eines Sonnenschutzmittels für Gesicht und Körper achtet, ist der LSF- bzw. SPF-Wert. Bei korrekter Anwendung kann auch ein niedrigerer LSF-Wert ausreichenden Schutz bieten. Da wir aber oft weniger Produkt auftragen als empfohlen und das Nachcremen im Tagesverlauf vergessen, kann LSF 50 die bessere Wahl sein, da er kleinere Anwendungsfehler ausgleicht.
| Situation | Empfohlener LSF/SPF |
|---|---|
| Alltag in der Stadt (Arbeit, Spaziergänge, Fahrten) | LSF 30-50 |
| Längerer Aufenthalt im Freien im Sommer | LSF 50+ |
| Urlaub am Meer oder am Pool | LSF 50+ mit regelmäßigem Nachcremen |
| Bergwandern, Skifahren, aktive Freizeit im Freien | LSF 50+ |
| Nach kosmetischen Behandlungen (nach ärztlicher Empfehlung) | Meist LSF 50+ |
| Helle Haut, viele Muttermale oder erhöhte Sonnenempfindlichkeit | Meist LSF 50+ für den täglichen Schutz empfohlen |
Bei der Auswahl einer Sonnencreme fürs Gesicht lohnt sich außerdem ein Blick auf folgende Kriterien:
- PA-Wert - je mehr Pluszeichen, desto höher der UVA-Schutz.
- Textur - eine leichte Textur eignet sich für fettige und Mischhaut, eine reichhaltigere für trockene Haut. Wichtig: Die Textur kann nicht ultraleicht und völlig unspürbar sein - die enthaltenen Filter machen das Produkt zwangsläufig etwas dichter. Fühlt sich ein Produkt wie eine gewöhnliche Feuchtigkeitscreme an, enthält es meist zu wenig aktive Schutzfilter.
- Filterzusammensetzung - eine Kombination aus physikalischen und chemischen Filtern funktioniert in der Regel am besten. Bei empfindlicher Haut empfiehlt sich jedoch eher eine Creme auf mineralischer Basis - sie ist milder und verursacht seltener Reizungen.
- Zusätzliche Pflegewirkstoffe. Viele Cremes enthalten Vitamine, Nährstoffe und Antioxidantien. Eine solche Creme kann bereits als Make-up-Unterlage dienen und je nach Hauttyp zusätzliche Pflege bieten.
Plamine UV Perfect Lotion als täglicher Gesichts-Sonnenschutz
Im Sortiment von Plamine gibt es ein Sonnenschutzprodukt, das all diese Punkte auf einmal abdeckt - die UV Perfect Lotion mit LSF 50+ PA++++.
Das macht sie besonders:
- Physikalische Filter - Zinkoxid und Titandioxid sorgen für zuverlässigen Breitband-Schutz vor UVA und UVB gleichzeitig.
- Pflege statt reiner Schutzfunktion - ein pflanzlicher Komplex mit Weizenkeimöl, Polyglutaminsäure und Kräuterextrakten spendet intensiv Feuchtigkeit und unterstützt die natürliche Hautpflege.
- Fulleren - ein starkes Antioxidans, das helfen kann, die Haut vor oxidativem Stress zu schützen und das Erscheinungsbild von Pigmentflecken optisch zu verbessern.
- Aufhellende Wirkung - die Formulierung wurde entwickelt, um zu einem ebenmäßig wirkenden Teint beizutragen.
- Leichte Textur - hinterlässt keinen weißen Film und kein unangenehmes Gefühl im Gesicht, eignet sich unter Make-up und für empfindliche Haut.
Die Lotion sollte 15-20 Minuten vor dem Verlassen des Hauses auf gereinigte Gesichtshaut aufgetragen und im Tagesverlauf nachgecremt werden, um den Schutzgrad aufrechtzuerhalten.
Wie trägt man Sonnenschutz richtig auf?
Damit LSF/SPF fürs Gesicht und den Körper wirklich funktioniert, muss man nicht nur die richtige Creme wählen, sondern sie auch regelmäßig auftragen - am besten so, dass das Produkt seine volle Schutzwirkung entfalten kann.
LSF/SPF als letzten Schritt der Morgenpflege auftragen
Nach dem Auftragen von Serum und Feuchtigkeitscreme warten Sie kurz, bis diese eingezogen sind. Im letzten Schritt Ihrer Hautpflege-Routine können Sie dann den Sonnenschutz auftragen.
Nicht am Produkt sparen
Genügend Creme auftragen. Bekannt ist die „Zwei-Finger-Regel" - eine grobe Orientierung, wie viel Creme aus der Tube gedrückt werden sollte. Je einen Streifen Creme auf Zeige- und Mittelfinger geben und auf Gesicht, Hals und Dekolleté verteilen. Sind Arme und Schultern unbedeckt, kommen dafür noch je 2 weitere Streifen hinzu.
Sonnenschutz im Laufe des Tages erneuern
Beim Schwitzen, Duschen oder Schwimmen im Pool wird die Schutzschicht abgetragen. Im Durchschnitt sollte man LSF/SPF-Produkte alle zwei Stunden erneuern.
Auch die Ohren eincremen
Wir erwähnen es lieber noch einmal: Auch die Ohren sollten sorgfältig eingecremt werden, denn ein Sonnenbrand an den Ohren kann besonders schmerzhaft sein. Wer ohne Kopfbedeckung unterwegs ist, sollte auch den Haaransatz und den Scheitel mit LSF/SPF eincremen.
Wahrheit und Mythen über Sonnenschutz
| Mythos | Fakt |
|---|---|
| Bei bewölktem Himmel kann man auf Sonnenschutz verzichten. | Die UV-Belastung der Haut hört das ganze Jahr über nicht auf. |
| Fensterglas hält UV-Strahlung ab. | UVA durchdringt Glas und erreicht die Haut auch drinnen. |
| Bei Vitamin-D-Mangel darf man keinen Sonnenschutz verwenden. | Auch bei Verwendung von Sonnenschutz erhält der Körper genug UV-Strahlung für die Vitamin-D-Bildung. |
Fazit
Sonnenschutz ist zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter ein guter Begleiter. Wer noch nicht die Gewohnheit hat, LSF/SPF nicht nur am Strand, sondern in der täglichen Routine zu verwenden, sollte das ändern. Sehr oft geht es bei Pflegekosmetik vor allem um Schönheit - bei Produkten mit Sonnenschutz stehen jedoch zuerst die Gesundheit und die Vorbeugung von Hautkrebs im Vordergrund, und erst danach alles andere.
Wichtig: Sonnenschutz brauchen alle - Frauen und Männer, Kinder und ältere Menschen. Für Männer ist es oft am schwierigsten, wegen des Klischees, Kosmetik sei „nur für Frauen". Doch LSF/SPF ist Kosmetik wie Zahnpasta - für jeden Tag, für alle, ganz selbstverständlich.



